Zwergbartagamen – Ein Steckbrief

Verbreitung

Ebenso wie normale Bartagamen leben Zwergbartagamen ausschließlich in Australien. Dort bewohnen sie Savannen und Halbwüsten. Besonders wohl fühlen sie sich in felsigen und in Gebieten mit extrem starker Sonneneinstrahlung.

Aussehen

Anders als herkömmliche Bartagamen erreichen Zwergbartagamen lediglich eine Körperlänge von bis zu 13 cm. Ansonsten gibt es vom Aussehen her keine nennenswerten Unterschiede. Lediglich die Rücken- und Flankenzeichnung fällt bei Zwergbartagamen heller aus. Wer genauer hinsieht, erkennt außerdem, dass Zwergbartagamen keinen Bart haben und einen eher rundlichen als dreieckigen Kopf haben. Die Stacheln am Kopf sind weniger stark ausgeprägt. Ebenso charakteristisch für Zwergbartagamen sind ihre deutlich orangefarben erscheinenden Mundschleimhäute.

Zwergbartagamen gibt es in einer weniger breiten Farbauswahl wie ihre größeren Artverwandten, was daran liegt, dass bislang weniger Zeit auf die Farbzucht von ihnen angewendet wurde.

Lebenserwartung

Was die Lebenserwartung von Zwergbartagamen anbelangt, sind Experten geteilter Meinung. Viele gehen davon aus, dass Zwergbartagamen ein Alter von bis zu 15 Jahren erreichen können, während andere sich sicher sind, die Lebenserwartung von Zwergbartagamen liegt bei maximal 7 Jahren.

Geschlechtsreife

Mit einem knappen Jahr gelten Zwergbartagamen als ausgewachsen. Und auch erst dann sind sie geschlechtsreif. Allerdings sollten Weibchen erst ab einem Alter von zwei Jahren verpaart werden, da es ansonsten zu Mangelerscheinungen oder Totgeburten kommen kann.

Nach einer erfolgreichen Befruchtung legen Zwergbartagamen meistens 10-15 Eier ab. Die jungen Tiere schlüpfen nach etwa 50-60 Tagen.

Charakter

Nicht selten werden Zwergbartagamen Terraristikanfängern empfohlen, da sie als sehr robuste und einfach zu pflegende Tiere gelten. Außerdem werden sie sehr schnell handzahm und gewöhnen sich nach einiger Zeit an ihren Futtergeber, da bei ihnen das Fluchtverhalten im Terrarium weniger ausgeprägt ist. Ganz anders sieht es bei Zwergbartagamen aus, die in Freiheit leben. Dort sind sie eher scheu und lassen sich nur selten beobachten.

Da Zwergbartagamen ein ausgeprägtes Revierverhalten haben, dürfen niemals zwei Männchen zusammen gehalten werden. Hier besteht die Gefahr, dass es zu heftigen Kämpfen, die bis zum Tod eines der Tiere führen können, kommt.

Futter

Zwergbartagamen ernähren sich von lebenden Insekten, wie zum Beispiel großen Grillen, Heuschrecken und Wachsmotten, sowie von vegetarischer Kost, darunter Löwenzahnblätter, Klee, verschiedene Sprossen und Keimlinge, Karotten, Paprika sowie zerkleinerte Tomaten. Ebenso wichtig ist, Zwergbartagamen zusätzlich mit Mineralien und Vitaminen zu versorgen.

Haltung

Um sich in ihrem neuen Zuhause wohl zu fühlen, muss auf die richtige Terrariengröße geachtet werden. Diese liegt für ein bis drei Tiere bei 120 x 50 x 50 cm (L x B x H). Auf keinen Fall darf man Zwergbartagamen einzeln halten, denn sie sind sehr gesellige Tiere, die sich in einer kleinen Gruppe am wohlsten fühlen. Zusammenhalten kann man zum Beispiel zwei Weibchen, ein Männchen sowie zwei Weibchen oder ein Pärchen. Da sich zwei männliche Zwergbartagamen nicht vertragen, sollte man von dieser Konstellation absehen.

Von Anfang an brauchen Zwergbartagamen die ideale Terrarienausstattung, die nicht nur Unterschlupfmöglichkeiten, Steine, Wurzeln, Klettermöglichkeiten und eine flache Wasserschale, sondern auch Tageslichtleuchtstoffröhren beinhaltet. Denn Zwergbartagamen brauchen lokale Wärme und eine hohen Lichtintensität. Ebenso wichtig ist, auf die richtige Luftfeuchtigkeit und artgerechten Bodengrund zu achten.